Heute, am 9. September, ist der Tag des Wiener Schnitzels. Im Gasthof Dollinger in Innsbruck widmen wir uns an diesem Tag einer besonderen Speise.
Sie ist mehr als nur ein Gericht auf unserer Karte. Sie ist Teil unserer Seele. Kein anderes Gericht steht so sinnbildlich für die österreichische Wirtshauskultur wie das Wiener Schnitzel. Ob vom zarten Kalbfleisch oder vom saftigen Schwein – bei uns haben Sie die Wahl.
Aber eines ist sicher: Bei uns ist jedes Schnitzel ein kleines Festmahl! Gerüchte sagen sogar, dass es eines der besten Wiener Schnitzel in ganz Innsbruck ist.
Das Wiener Schnitzel hat eine lange und umstrittene Geschichte. Die gängigste Theorie besagt, dass es im 19. Jahrhundert nach Österreich kam. Vermutlich ist es eine Abwandlung des italienischen "Cotoletta alla milanese", das bereits paniert serviert wurde.
Einer Legende nach brachte Feldmarschall Radetzky das Gericht aus Italien mit. Allerdings fehlen historische Belege dafür. Fest steht: Seit dem späten 19. Jahrhundert erfreut sich das panierte Schnitzel in Wien großer Beliebtheit. Schnell wurde es zum Aushängeschild der österreichischen Küche.
Traditionell wird ein echtes "Wiener Schnitzel" ausschließlich aus Kalbfleisch zubereitet. Alles andere heißt korrekt "Schnitzel Wiener Art".
Doch egal wie man es nennt, der Genuss ist garantiert!

Im Dollinger kommt das Wiener Schnitzel so auf den Tisch, wie es sein soll: goldgelb, knusprig paniert und serviert mit einer Scheibe Zitrone.
Dazu gibt’s knusprige Pommes frites und – typisch für unsere Tiroler Küche – eine Portion Preiselbeeren. Diese Kombination ist bei unseren Gästen sehr beliebt.
Das ist kein Luxusgericht, sondern ehrliche, bodenständige Küche, auf die man sich verlassen kann.
Unsere Zutaten? Daraus machen wir kein Geheimnis. Vorzugsweise stammt das Fleisch aus Tirol oder Österreich.
Die Semmelbrösel für die Panade sind selbst gemacht – wie es sich für ein Traditionsgasthaus gehört. Benötigen wir ein Produkt aus dem Ausland, dann nur,
wenn es für die Qualität unerlässlich ist. Das ist unser Verständnis von Transparenz und Verantwortung.
Ein Wiener Schnitzel ist erst dann komplett, wenn die richtigen Beilagen es begleiten.
Für diejenigen, die es traditioneller mögen, bieten wir gegen einen kleinen Aufpreis folgende klassische Beilagen an:
Erdäpfelsalat (Kartoffelsalat):
Ein echter Klassiker der österreichischen Küche. Unser Erdäpfelsalat wird aus festkochenden Kartoffeln zubereitet und mit einer Marinade aus Essig, Öl, Zwiebeln und Gewürzen verfeinert. Er zeichnet sich durch seinen leicht säuerlichen und würzigen Geschmack aus und passt perfekt zur knusprigen Panade des Schnitzels.
Petersilienkartoffeln:
Gekochte Kartoffeln, die mit frischer Petersilie und Butter verfeinert werden. Eine schlichte, aber schmackhafte Beilage, die das Schnitzel nicht überlagert.
Röstkartoffeln:
Knusprig gebratene Kartoffelscheiben, die in der Pfanne goldbraun geröstet werden. Sie bieten eine herzhafte Alternative zu Pommes frites und ergänzen das Schnitzel auf traditionelle Weise.
Bratkartoffeln:
In Scheiben geschnittene Kartoffeln, die mit Zwiebeln und Speck in der Pfanne gebraten werden.
Diese deftige Beilage ist besonders in der österreichischen Küche beliebt und harmoniert hervorragend mit dem Wiener Schnitzel.
Diese Beilagen sind nicht nur traditionell, sondern ergänzen das Wiener Schnitzel auf harmonische Weise.
Sie bieten unterschiedliche Geschmackserlebnisse und Texturen, die das Gericht abrunden.
Im Dollinger ist das Schnitzel ein Stück gelebte Wirtshauskultur. Es vereint Generationen an einem Tisch, erfreut Jung und Alt und steht für ehrlichen, unkomplizierten Genuss.
Das gilt auch für uns.
Am Tag des Wiener Schnitzels laden wir Sie ein, diesem Klassiker die Ehre zu erweisen. Kommen Sie vorbei und genießen Sie ein köstliches Schnitzel in gemütlicher Atmosphäre.
Feiern Sie mit uns den Geschmack, der niemals aus der Mode kommt.
Es lebe das leibliche Wohl!
Reservierungen nehmen wir gern telefonisch oder direkt vor Ort entgegen.
Und wer weiß: Vielleicht lassen wir uns zum nächsten Schnitzel-Feiertag sogar ein dolles Extra einfallen ...
Stillstand kennen wir nicht.
Unser Haus blickt auf über 370 Jahre Geschichte zurück. Mit Umbauten sowie Renovierungen sorgen wir dafür, dass Gäste Tiroler Gemütlichkeit mit modernem Komfort erleben.
Werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen und sehen Sie die Handwerksarbeit, die unseren Gasthof in die Gegenwart führte.


Kürzlich entdeckten wir im Archiv eine alte Postkarte.
Ob sie ernst gemeint war oder ein Faschingsscherz, wissen wir nicht.
Das Motiv und der Text würden den aktuellen Standards der Tourismuswerbung nicht entsprechen.
Aber genau deshalb zauberte sie uns ein Lächeln ins Gesicht. Die Karte zeigt, wie sehr sich unser Haus und das Verständnis von Gastlichkeit mit der Zeit wandelten.

Ein umfassender Umbau im Erdgeschoss startete 1973. Die Rezeption und die traditionellen Stuben gestalteten wir neu, ebenso die Küche.
Das war ein wichtiger Schritt, um Funktionalität und Atmosphäre zu verbinden. Es legte eine Basis für alles, was danach kam.
Anfang der 1990er-Jahre wurde es spannend. Wir bauten den Dachboden aus, was ein ganz neues Stockwerk mit zwölf zusätzlichen Zimmern schuf.
So konnten wir noch mehr Gästen ein Zuhause auf Zeit bieten - der Blick auf den Fluss Inn war inklusive.
Fast 30 Jahre nach dem ersten großen Umbau kam 2002 die nächste umfassende Erneuerung.
Das gesamte Erdgeschoss, inklusive Küche, gestalteten wir wieder neu. Das war ein wichtiger Meilenstein für Gastlichkeit und modernes Design.

Von 2011 bis 2014 renovierten wir in mehreren Etappen alle Gästezimmer im ersten, zweiten und dritten Stock.
Neue Böden, moderne Bäder und frisches Design zogen ein, ohne den Charme des Hauses zu verlieren.
Wir wollen Altes neben Neues harmonisch verbinden.
Eine kleine Zeitreise



Den großen Saal, wo wir heute Feste feiern, erneuerten wir 2017 rundum.
Helles Holz, warme Farben und moderne Technik machen ihn seither zur idealen Bühne für Veranstaltungen, Feiern als auch Seminare.

Unsere Stuben 1, 2 und 3 organisierten wir 2019 neu. Aus drei wurden zwei großzügige Stuben, die jetzt noch mehr Raum für gesellige Abende und gemütliche Stunden bieten.



Wir renovierten die Rezeption, den Eingangsbereich und die Toilettenanlagen im Jahr 2021. Dadurch haben wir den ersten Eindruck modernisiert und noch freundlicher gemacht. Ankommen und sich wohlfühlen war selten so einfach.

Ganz aktuell: 2024 erneuerten wir unsere Schank komplett. Traditionelle Materialien treffen auf stilvolle Optik - das sorgt dafür, dass der Genuss schon beim Einschenken beginnt.




Unsere Umbauten zeigen eines ganz deutlich: Wir sind stolz auf unsere Geschichte, aber wir sind genauso bereit für die Zukunft.
Der Gasthof Dollinger bleibt, was er immer war - ein Ort zum Wohlfühlen. Er hat jetzt nur noch schönere Ecken als früher.
Der Gasthof Dollinger blickt auf eine lange Geschichte zurück - voll überraschender Erlebnisse, bekannter Namen und familiärer Tradition.
Hier, wo Gäste heute speisen und übernachten, hat man einst Historisches erlebt.
Die erste schriftliche Erwähnung des Gasthauses stammt aus dem Jahr 1650, als Hans Reinisch der Wirt war. Schon ein Jahr zuvor sorgte aber ein Vorfall für Aufsehen:
Die Frau des Grafen von Saurau aus Graz floh 1649 mit ihrem Liebhaber, dem Hauptmann Christof Ölhafen. Nach einem Halt in einem Wiener Kloster reisten die beiden heimlich über den Brenner - und rasteten ausgerechnet beim Dollinger. Hier endete die Liebesreise, weil man das Paar entdeckte und in Innsbruck festnahm.
Der Gasthof war damals schon Schauplatz spannender Geschichten.
Ein weiteres wichtiges Ereignis war der 9. August 1838, als Kaiser Ferdinand I. nach Tirol kam. Er wollte dort die Erbhuldigung annehmen.
Der Gasthof Dollinger war auch hier erste Anlaufstelle: Direkt vor dem Haus stieg die kaiserliche Gruppe aus dem Reisewagen in prunkvolle Galawagen um.
Danach ging es weiter in die Innsbrucker Innenstadt. Wo Gäste heute ihr Gepäck abstellen, machten Kaiserleute einst Station.
Nach der Zeit Reinischs wechselte der Gasthof mehrmals den Besitzer - darunter die Familie Dollinger, die bis 1772 das Haus führte.
Danach übernahm die Familie Riederer, bis Johann Saurwein im Jahr 1846 als Schwiegersohn zur Geschichte des Hauses beitrat.
Ein wichtiger Meilenstein folgte 1865:
Man übergab das Haus an seinen Neffen Anton Prantl. Damit begann die lange Verbindung des Hauses mit der Familie Prantl, die bis heute besteht.
Während des Zweiten Weltkriegs verpachtete man den Gasthof 1939 an die Familie Sixt. Nach Kriegsende führten aber die Brüder Alois sowie Anton Prantl den Betrieb weiter - mit viel Engagement und familiärem Zusammenhalt. Später übernahm Friederike Prantl, und heute leiten die Geschwister Claudia zudem Thomas Prantl den Traditionsbetrieb mit viel Herzblut.
Vom adeligen Liebesdrama bis zur kaiserlichen Reisegesellschaft, von Generation zu Generation weitergegeben - der Gasthof Dollinger ist mehr als nur ein Hotel.
Er ist auch mehr als ein Wirtshaus. Er ist ein Stück lebendige Tiroler Geschichte.
Er ist auch ein Ort, an dem Tradition neben Gastfreundschaft täglich neu erlebt werden.
